Studienfahrt der Kursstufe 1 nach Berlin – Politik, Geschichte und Großstadtleben

Vom 19. bis 24. Juli unternahm die Kursstufe 1 des Markgraf-Ludwig-Gymnasiums eine abwechslungsreiche Studienfahrt nach Berlin. Das vielseitige Programm verband politische Bildung und historische Erinnerungsorte mit sportlichen Aktivitäten, kulturellen Angeboten und gemeinsamen Erlebnissen.

Nach der Anreise am Sonntag stärkten sich die Schülerinnen und Schüler zunächst gemeinsam bei Currywurst oder Gemüsedöner. Anschließend bot das Tempelhofer Feld Gelegenheit, erste Eindrücke von der Hauptstadt zu sammeln und den Anreisetag gemeinsam ausklingen zu lassen.

Der Montag begann mit einem eindrucksvollen Besuch der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Das ehemalige Gefängnis der Staatssicherheit der DDR vermittelte den Jugendlichen einen unmittelbaren Einblick in politische Verfolgung und Repression. Besonders bewegend war dabei das Gespräch mit einem Zeitzeugen. Am Nachmittag erkundeten die Schülerinnen und Schüler Berlin bei verschiedenen Stadtführungen. Zur Wahl standen das Regierungsviertel, die Geschichte der Berliner Mauer und zentrale Orte in Berlin-Mitte.

Am Dienstag stand der Besuch des Deutschen Bundestages auf dem Programm. Die Schülerinnen und Schüler erhielten einen Einblick in das parlamentarische Zentrum der Bundesrepublik und beschäftigten sich mit der Arbeit des Bundestages. Am Nachmittag wechselte die Perspektive: Beim gemeinsamen Paddeln auf der Spree ließ sich Berlin vom Wasser aus entdecken. Den Abend konnten die Jugendlichen individuell gestalten; ein Teil der Gruppe besuchte gemeinsam eine Karaoke-Bar.

Am Mittwoch verteilten sich die Schülerinnen und Schüler auf mehrere Angebote. Während eine Gruppe bei einem Graffiti-Workshop selbst kreativ wurde, beschäftigten sich andere bei Führungen mit der Geschichte des Olympiastadions und der Bedeutung des Sports während verschiedener politischer Epochen. Am Nachmittag besuchten die Gruppen das Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Dieser zentrale Erinnerungsort regte zu einer intensiven Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit an. Ein gemeinsamer Besuch in einer Darterei rundete den Tag ab.

Auch der Donnerstag bot vielfältige Wahlmöglichkeiten. In kleineren Gruppen besuchten die Schülerinnen und Schüler den Tränenpalast, eine Ausstellung zum DDR-Alltag, das Futurium oder das Jüdische Museum. Dadurch konnten sie sich mit deutscher Teilung, jüdischem Leben sowie möglichen Entwicklungen der Zukunft auseinandersetzen. Am Nachmittag sorgte ein gemeinsames Beachvolleyballturnier für Bewegung und Teamgeist. Den letzten Abend in Berlin nutzten viele, um die Fahrt gemeinsam ausklingen zu lassen.

Am Freitag trat die Kursstufe schließlich die Rückreise nach Baden-Baden an. Hinter den Schülerinnen und Schülern lagen intensive Tage mit vielen neuen Eindrücken, spannenden Begegnungen und abwechslungsreichen Aktivitäten.

Die Studienfahrt zeigte eindrucksvoll, wie sich politische Bildung, historische Verantwortung, Kultur und gemeinschaftliches Erleben miteinander verbinden lassen. Sie wird den Beteiligten sicher noch lange in Erinnerung bleiben.

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